25 Jahre SOU

Frischer Wind bei der Emissionskontrolle
Mit der Nachricht des bisherigen IT-Dienstleisters, dass er seine ERP-Lösung nicht weiterpflegen würde, stand man bei dem Kronberger Hersteller von Dieselpartikelfiltern NGK Europe in Kronberg vor einer schweren Entscheidung. „Wir mussten entweder in Eigenregie in die Software investieren, um neue Funktionalitäten abbilden zu können, oder uns gänzlich umorientieren und eine andere Lösung suchen“, erinnert sich Joachim Stähler, Manager Personal, IT & Administration bei NGK. „Da wir ohnehin den Umstieg vom Green Screen auf eine grafische Oberfläche vorgesehen hatten und uns auch eine moderne, flexible Software wünschten, machten wir uns auf die Suche nach einem neuen IT-Partner.“

Mit der Unterstützung eines Beraters wurde zunächst ein Leistungsverzeichnis erstellt; auf dieser Basis wurden dann jeweils Angebote bei unterschiedlichen Firmen angefordert. Aus den zuletzt vier Unternehmen hat sich schließlich das in Schwetzingen ansässige SOU Systemhaus mit seiner ERP-Lösung sou·matrixx als der passende Anbieter heraus kristallisiert.

Startschuss und Ziellauf
Im August 2002 starteten die Vorbereitungen zur Implementierung; der Echtstart erfolgte dann im Januar 2004. „Dabei sind wir bewusst nicht auf einen Schlag mit allen Modulen live gegangen, sondern zeitversetzt, um so eine optimale Ausgangssituation für die einzelnen Bereiche zu erreichen“, erläutert der IT-Leiter. Daneben wurden Schnittstellen für die Anbindung an die vorhandene Buchhaltungssoftware von der Firma Simba generiert, so dass der Datentransfer zwischen beiden Systemen möglich ist. Insgesamt arbeiten heute knapp 30 der 42 Mitarbeiter von NGK Europe mit Modulen der ERP-Software; so greift auch die Buchhaltung auf Informationen und Auswertungen zu, die das System, das hardwareseitig auf einer iSeries 730 läuft, zur Verfügung stellt. Besonders intensiv kommen dabei im Tagesgeschäft die Programmfunktionen in der Auftragsabwicklung mit automatisierter Wareneingangs- und -ausgangssteuerung sowie Lagerhaltung zum Einsatz.

Wegen der neuen Funktionen ergibt sich zwar die Notwendigkeit, mehr Daten als zuvor einzuspeisen, so dass der zeitliche Aufwand schon zugenommen hat – gleichzeitig hat sich dadurch aber auch die Qualität der Informationen entscheidend gesteigert. Zudem lassen sich viele Dinge, die bislang oft umständlich per Hand abgewickelt werden mussten, z. B. durch Eingabe in Tabellen, nun komfortabler managen. „Auf diese Weise haben wir insgesamt deutlich transparentere Strukturen“, berichtet Stähler.

Auswertungen via Knopfdruck
Aktuell ist geplant, die bisherige Formulargestaltung und Drucksteuerung zu ersetzen, um hier noch bessere Ergebnisse bei der Anwenderfreundlichkeit und Effizienz zu erzielen. Mit dem integrierten Formulargenerator lassen sich dann künftig direkt über die iSeries grafisch alle bereichsspezifischen Daten visualisieren und versenden; dabei kann jede Art von Formular – ob Etikett, Rechnung, Dokument, Bericht oder ähnliches – mittels Crystal Reports von den Anwendern selbst erstellt werden.

Neben den Verbesserungen bei der Abbildung der Geschäftsprozesse hat sich die Möglichkeit, jederzeit via Data Intelligence Auswertungen zu erstellen, als wichtig herausgestellt: Entscheidungsrelevante Daten stehen auf Knopfdruck transparent und übersichtlich zur Verfügung. Über die Schnittstelle zur Buchhaltung lassen sich zudem die Betriebskosten senken, indem beispielsweise die Ausgangsrechnungen des NGK-Werks im belgischen Baudour an Kronberg bereits in Deutschland erzeugt werden, was zu deutlich mehr Effizienz in der Handhabung führt.